
Was haben wir nicht für schöne Herbsttage da draußen? ✨️
Hach… die kühlen Abende und Nächte, die wärmende Sonne tagsüber auf der Haut, der Tau auf den Spinnweben, die Krähen am Feld, das Farbenspiel der herbstlichen Pflanzen im Garten 🍂🍃🍄✨
Der Herbst ist und bleibt unbeirrt meine Lieblingsjahreszeit. 😍
Wir feiern nun im Jahreskreis MABON, das Fest der Herbst-Tagundnachtgleiche, das in der modernen naturspirituellen und neuheidnischen Tradition als Erntefest begangen wird.
Erntedank ist natürlich viel älter als unsere heutigen Vorstellungen davon. Menschen haben seit jeher den Wechsel der Jahreszeiten wahrgenommen, die Früchte ihrer Arbeit geerntet und diese Zeit genutzt, um für das zu danken, was die Natur ihnen geschenkt hat. In unterschiedlichen Kulturen entstanden daraus ganz eigene Feste, Bräuche und Rituale.
Ob man diesen Zeitpunkt nun Mabon, Erntedank oder einfach Herbst-Tagundnachtgleiche nennt – für mich steht immer derselbe Gedanke im Mittelpunkt: innehalten, danken und anerkennen, was gewachsen ist. 🌾🍎
Man kann nun schon deutlich spüren, dass die Kräfte der Natur schwinden. Tiere ziehen sich zurück, lassen sich ein Winterfell wachsen und sammeln für die kalte Jahreszeit. Zugvögel treffen sich für ihre Reise in den Süden. Die Blätter werden bunt, fallen ab 🍂 und nach und nach wird alles kahl werden.
Meine Kinder gehen mittlerweile wieder schlafen, wenn es draußen bereits dämmrig beziehungsweise dunkel ist. Die Nächte werden länger, die Tage kürzer.
Die dunkle, kalte Jahreszeit naht.
Gibt es einen besseren Zeitpunkt, um nochmals ganz bewusst der Natur zu danken? 🙏
Mabon ist für mich eine Zeit der ruhigen Freude – keine überschwängliche, impulsive Freude wie im Frühling und Sommer, sondern eine reife, stille und tiefe Freude.
Eine Zeit, in der wir Abschied nehmen.
Von Altem.
Von alten Gewohnheiten.
Vom hastigen Leben.
Vom ständigen Tun und Müssen.
Unsere Vorfahren lebten nicht nur in der Natur, sondern mit ihr. Wenn sich die Natur zurückzog, alles stiller und dunkler wurde, begann auch für die Menschen eine Zeit des Rückzugs und der Besinnung.
Mutter Erde 🌍 bereitet sich auf ihre Rast vor.
Auch wir dürfen aus dem Außen ein Stück weit zurückkehren und wieder mehr in unser Zuhause und unsere Innenwelt finden.
Wir verabschieden uns vom Licht und umarmen gleichzeitig die wunderbar kuschelige Dunkelheit. 🖤
Wir ernten nun, was wir gesät haben. Haben eingekocht und eingelegt. Vorräte angelegt. Uns auf den Winter vorbereitet.
Aber dieses Säen und Ernten findet nicht nur in der Natur statt.
Es findet auch in uns statt.
Wir säen Gedanken, Gefühle und Taten. Wir treffen Entscheidungen. Wir gehen Wege. Und vieles von dem, was wir in die Welt geben, wirkt auf uns und unser Leben zurück.
Deshalb ist Dankbarkeit für mich zu Mabon ein großes Thema.
Ich gestalte einen kleinen Früchtealtar, der, umringt von Kerzen, eine ganz besondere Atmosphäre bekommt. 🕯️
Dem Feuer überlasse ich meine Gedanken und Geschichten. Ich sehe zu, wie die Flammen all das verschlingen, was ich ihnen mitgebe, und räuchere mit Kräutern, die wir in den letzten Tagen gesammelt haben. 🌱
Lavendel, Rosmarin, Beifuß, Hagebutte, Hopfen, Wiesensalbei und verschiedene Herbstblüten begleiten unser kleines Ritual.
Während wir räuchern, lassen wir den Sommer Revue passieren. Wir erzählen uns Geschichten und schreiben all die Momente, für die wir dankbar sind, auf kleine Zettelchen. Diese wandern anschließend in unser Dankbarkeitsglas.
Ich liebe diese Rituale.
Diese Besinnung.
Dieses Runterkommen.
Dieses bewusste Innehalten.
Ein schöneres Loslass-Tool kenne ich kaum.
Die Kraft des Feuers 🔥, der Natur, der eigenen Gedanken, Wünsche und Hoffnungen – und vor allem das gemeinsame Erleben mit meiner Familie – lässt mich jedes Jahr aufs Neue unglaublich ruhig und dankbar werden.
Und nein, man braucht dafür natürlich kein großes Lagerfeuer. Eine feuerfeste Schale oder ein geeigneter Topf können für ein kleines Ritual genauso reichen. 🔥
𝐅ü𝐫 𝐰𝐚𝐬 𝐛𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐮 𝐝𝐞𝐧𝐧 𝐬𝐨 𝐝𝐚𝐧𝐤𝐛𝐚𝐫 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐢𝐧𝐞𝐦 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧?
𝐖𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞 𝐄𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧, 𝐄𝐫𝐥𝐞𝐛𝐧𝐢𝐬𝐬𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐇𝐞𝐫𝐚𝐮𝐬𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐡𝐚𝐬𝐭 𝐝𝐮 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐦 𝐉𝐚𝐡𝐫 𝐞𝐫𝐥𝐞𝐛𝐞𝐧 𝐝ü𝐫𝐟𝐞𝐧?
𝐊𝐚𝐧𝐧𝐬𝐭 𝐝𝐮 𝐬𝐩ü𝐫𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐰𝐞𝐫𝐭𝐬𝐜𝐡ä𝐭𝐳𝐞𝐧, 𝐰𝐚𝐬 𝐝𝐮 𝐡𝐚𝐬𝐭?
𝐎𝐝𝐞𝐫 𝐛𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐮 𝐢𝐦𝐦𝐞𝐫 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐫 𝐒𝐮𝐜𝐡𝐞 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐌𝐄𝐇𝐑?
Die Natur macht es uns vor:
Sie zieht ihre Kräfte zurück.
Sie lässt los.
Sie wird still.
Und im Frühjahr wird neues Leben entstehen.
Vielleicht dürfen auch wir uns fragen:
Was darf ich loslassen?
Was ist in mir verbraucht?
Was möchte ich nicht mit in den Winter nehmen?
Und wofür darf ich einfach einmal von Herzen dankbar sein?
Auch die schwierigen Dinge unseres Lebens gehören zu unserer Geschichte. Nicht alles, was uns passiert, muss schön oder angenehm sein, um uns etwas zu zeigen oder uns wachsen zu lassen.
Fühle dich in die Vorgänge der Natur ein.
Und vielleicht auch ein bisschen mehr in dich selbst.
Die Antworten werden kommen.
Darauf vertraue ICH.
Alles Liebe. 🤘❤️













