๐™รผ๐™ง ๐™–๐™ก๐™ก๐™š ๐™Š๐™ซ๐™š๐™ง๐™ฉ๐™๐™ž๐™ฃ๐™ ๐™š๐™ง, ๐™Œ๐™ช๐™š๐™ง๐™™๐™š๐™ฃ๐™ ๐™š๐™ง, ๐™„๐™ฃ๐™™๐™ž๐™ซ๐™ž๐™™๐™ช๐™–๐™ก๐™ž๐™จ๐™ฉ๐™š๐™ฃ, ๐™Ž๐™˜๐™–๐™ฃ๐™ฃ๐™š๐™ง, ๐™๐™ง๐™š๐™ž๐™œ๐™š๐™ž๐™จ๐™ฉ๐™š๐™ง, ๐™Ž๐™ฎ๐™ฃรค๐™จ๐™ฉ๐™๐™š๐™จ๐™ž๐™จ๐™ฉ๐™š๐™ฃ ๐™ช๐™ฃ๐™™ ๐™ฃ๐™š๐™ช๐™ง๐™ค๐™™๐™ž๐™ซ๐™š๐™ง๐™œ๐™š๐™ฃ๐™ฉ๐™š ๐™ˆ๐™š๐™ฃ๐™จ๐™˜๐™๐™š๐™ฃ.

Hautnah Evelyn Weg
Hautnah Evelyn Weg
๐Ÿ“ธ Frau Feist

#urlaubspoesie

๐˜รผ๐˜ณ ๐˜ข๐˜ญ๐˜ญ ๐˜ซ๐˜ฆ๐˜ฏ๐˜ฆ, ๐˜ฅ๐˜ฆ๐˜ณ๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜’๐˜ฐ๐˜ฑ๐˜ง ๐˜ฏ๐˜ช๐˜ฆ ๐˜ฏ๐˜ถ๐˜ณ ๐˜ฆ๐˜ช๐˜ฏ๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜Ž๐˜ฆ๐˜ฅ๐˜ข๐˜ฏ๐˜ฌ๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜ฌ๐˜ฆ๐˜ฏ๐˜ฏ๐˜ต. ๐˜‹๐˜ฆ๐˜ณ๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜๐˜ฆ๐˜ณ๐˜ป ๐˜ฎ๐˜ฆ๐˜ฉ๐˜ณ ๐˜งรผ๐˜ฉ๐˜ญ๐˜ต, ๐˜ข๐˜ญ๐˜ด ๐˜ž๐˜ฐ๐˜ณ๐˜ต๐˜ฆ ๐˜ฎ๐˜ข๐˜ฏ๐˜ค๐˜ฉ๐˜ฎ๐˜ข๐˜ญ ๐˜ง๐˜ข๐˜ด๐˜ด๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜ฌรถ๐˜ฏ๐˜ฏ๐˜ฆ๐˜ฏ. ๐˜‹๐˜ช๐˜ฆ ๐˜š๐˜ค๐˜ฉรถ๐˜ฏ๐˜ฉ๐˜ฆ๐˜ช๐˜ต ๐˜ด๐˜ฆ๐˜ฉ๐˜ฆ๐˜ฏ, ๐˜ธ๐˜ฐ ๐˜ข๐˜ฏ๐˜ฅ๐˜ฆ๐˜ณ๐˜ฆ ๐˜ท๐˜ฐ๐˜ณ๐˜ฃ๐˜ฆ๐˜ช๐˜จ๐˜ฆ๐˜ฉ๐˜ฆ๐˜ฏ. ๐˜œ๐˜ฏ๐˜ฅ ๐˜ฅ๐˜ช๐˜ฆ ๐˜ด๐˜ช๐˜ค๐˜ฉ ๐˜ฎ๐˜ข๐˜ฏ๐˜ค๐˜ฉ๐˜ฎ๐˜ข๐˜ญ ๐˜ง๐˜ณ๐˜ข๐˜จ๐˜ฆ๐˜ฏ, ๐˜ฐ๐˜ฃ ๐˜ด๐˜ช๐˜ฆ ๐˜ฏ๐˜ช๐˜ค๐˜ฉ๐˜ต ๐˜ฆ๐˜ช๐˜ฏ ๐˜ฃ๐˜ช๐˜ด๐˜ด๐˜ค๐˜ฉ๐˜ฆ๐˜ฏ ๐˜ป๐˜ถ ๐˜ท๐˜ช๐˜ฆ๐˜ญ ๐˜ท๐˜ฐ๐˜ฏ ๐˜ข๐˜ญ๐˜ญ๐˜ฆ๐˜ฎ ๐˜ด๐˜ช๐˜ฏ๐˜ฅ.

Manchmal kommt mir der Gedanke, dass es doch recht spannend ist, dass ich den Erfolg eines Tages, einer Phase, einer Reise oder einer Me-Time daran bemesse, wie gut ich es geschafft habe, meine Gedanken sortiert zu haben. Wie strukturiert ich sie angegangen, ausgesprochen oder aufgeschrieben habe. Wie gut es mir gelungen ist, Lรถsungen zu finden oder Strukturen zu erkennen.

Dass Gedankenspiralen, die sich oft wie bunte Wortphrasen รผber mir auftรผrmen, erst dann aufgelรถst werden kรถnnen, wenn ich vornehmlich allein in einer reizarmen Umgebung fรผr ganz viel persรถnliche Zeit gesorgt habe. Je weniger Ablenkung, umso besser. Je mehr Ablenkung, umso mehr Gedanken kommen in bunten Worttรผrmen dazu und schmeiรŸen sich mit in das Getรผmmel, das wie ein gedanklicher Kabelsalat in meinem Kopf zu finden ist.

Ich entdecke in mir, dass ich die Gabe der Empathie, des Fรผhlens und der Sensitivitรคt oft als Schwere erlebe. Da bin nicht nur ich. Da sind auch die Gefรผhle, Stimmungen und Energien der anderen. Oft habe ich Tage, da berรผhrt mich der Tautropfen des Frauenmantels in meinem Garten oder die leuchtende Farbe der Iris so sehr, dass ich einfach weine.

Oft hat man ganz schรถn damit zu tun. Es zu schaffen, nur sich selbst zu fรผhlen, ist manchmal ein ganz schรถn hartes Stรผck Arbeit. Und so wie ich es fรผr mich sagen kann: ein Prozess ohne nachhaltigem dauerhaften Erfolg im Ankommen.

So kamen mit den vielen Lebensjahren auch viele Ressourcen und Tools zu mir, die mich tagtรคglich begleiten. Und ja! Ich habe Mรถglichkeiten gefunden, keine Gedanken mehr zu haben. Ich kenne Wege, die Gedanken fรผr einen Moment still werden zu lassen. Momente, in denen ich einfach nur sein kann. Nicht denke. Mich hingebe. Achtsam bin, nur mit mir. Aber ich schaffe es leider nicht, tรคglich auf einen Berg mit Karacho hinaufzulaufen oder in der Erde herum zu buddeln.

Ich kann ruhiger werden, mich abgrenzen. Aussortieren. Entspannter werden. Emotionen abflieรŸen lassen. Energieverbindungen trennen.

All dies gehรถrt zu meinem Tageserleben dazu. Ohne all das kรถnnte ich die Menschin, die ich bin, gar nicht sein.

Und vielleicht geht es auch genau darum.

๐ˆ๐œ๐ก ๐›๐ข๐ง, ๐ฐ๐ข๐ž ๐ข๐œ๐ก ๐›๐ข๐ง.

Mit all meinen Prozessen.
Mit meinen Gedankentรผrmen.
Mit meinen Emotionen.
Mit meinen Prรคgungen.
Mit meinen Traumata.
Mit meinen Erlebnissen.

All das darf sein.

All das macht mich aus.

Vielleicht geht es genau darum, sich radikal so zu akzeptieren, wie man ist. Ohne sich stรคndig neue Tools aneignen zu mรผssen, die einen vielleicht ruhiger werden lassen.

Vielleicht liegt das Geschenk genau darin.

In einem unruhigen, abenteuerlichen Erfindergeist, der das Leben durch alle Facetten sieht. In allen bunten Farben. Mit allem, was darin ist. Und das meist gleichzeitig.

Und alles gleichzeitig auch spรผren darf.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Aufgabe.

Nicht jeden Gedanken zu beruhigen.
Nicht jede Emotion wegzuatmen.
Nicht jede Besonderheit zu therapieren.

Sondern zu lernen, mit sich selbst in Friede zu kommen.

Vielleicht mรผssen wir gar nicht immer weniger werden. Weniger sensibel. Weniger intensiv. Weniger laut im Kopf.

Vielleicht dรผrfen wir lernen, all das zu halten.

Denn genau diese Art, die Welt zu sehen, lรคsst uns Zusammenhรคnge erkennen, wo andere nur Einzelteile sehen. Sie lรคsst uns Schรถnheit entdecken, wo andere vorรผbergehen. Sie lรคsst uns fรผhlen, was oft zwischen den Zeilen verborgen bleibt.

Ja, manchmal ist das anstrengend. Manchmal รผberwรคltigend. Und manchmal wรผnsche ich mir einen Tag, an dem mein Kopf einfach still ist. Oder zumindest fรผr ein paar wenige Minuten.

Vielleicht ist genau dieses wilde, bunte, fรผhlende und niemals ganz stille Wesen unser grรถรŸtes Geschenk.

Das Akzeptieren des eigenen Seins macht das Herz friedlicher. Es nimmt meinen Gedanken nicht ihre Vielfalt und meinen Gefรผhlen nicht ihre Tiefe.

Aber es schenkt mir einen liebevollen Platz in der ersten Reihe meines eigenen Lebens.

Ich muss nicht mehr gegen das Bunte in mir kรคmpfen.

Ich darf ihm einfach dabei zusehen, wie es durch meinen Kopf, mein Herz und meinen Kรถrper tanzt.

Vielleicht entsteht Friede nicht dann, wenn das Innere still wird, sondern genau dann, wenn wir aufhรถren, von unserem Inneren Stille zu verlangen.

Love you ๐Ÿค